Blog von Herzens.An.Gelegenheit

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Schaut doch einfach mal rein und lasst euch inspirieren. 

 

Viel Spaß beim Stöbern :)

 

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Dann entgeht dir nix!


Freude an der Alten Donau

Am Sonntag, 26.9. trafen sich vier Frauen, um bei herrlichem Sonnenschein eine Wanderung entlang der unteren Alten Donau bei Wien zu machen.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht. Lasset uns freuen und fröhlich sein.

Von ganzem Herzen freuten wir uns über den schönen Nachmittag und die Gemeinschaft.

 

Bericht: Kristina aus Wien

"Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben." - Spazieren in Stammersdorf

"Ich bin der Weinstock,

und ihr seid die Reben.

Wer mit mir verbunden bleibt,

so wie ich mit ihm,

der trägt viel Frucht.

Denn ohne mich

könnt ihr nichts ausrichten."

(Johannes 15:5 HFA)


Mit diesem Bibelwort zu Beginn machten wir (2 Männer und 5 Frauen) uns am Sonntag Nachmittag (19. Sept 2021) auf zu einer Wanderung durch die Weinberge bei Stammersdorf. Wir erfreuten uns bei guten Gesprächen an Gottes schöner Schöpfung. Den Abschluss bildete die Einkehr beim Heurigen.

 

Bericht: Kristina

Fotos: wurden dem Bericht zur Verfügung gestellt

Funkenflug #6: Der liebende Vater

Monika spricht über den liebenden Vater.

Oben die Andacht  zum Nachhören.

 

Frage zur persönlichen Reflexion:

Ist Gott für dich ein liebender Vater?

 

Das erwähnte Lied kannst du hier anhören:

Übersetzung von Englisch auf Deutsch: When God Ran Phillips, Craig and Dean Allmächtiger Gott, der große ich bin Almighty God the great I am Unbewegliches Gestein allmächtig mächtig Immovable rock omnipotent powerful Toller Herr Awesome lord Siegreicher Krieger, der den König der Könige befehligt Victorious warrior commanding king of kings Mächtiger Eroberer und das einzige Mal Mighty conqueror and the only time Das einzige Mal, dass ich ihn jemals laufen sah The only time I ever saw him run War als Was when Er ist zu mir gerannt He ran to me Er hat mich in seine Arme genommen He took me in his arms Habe meinen Kopf an seine Brust gehalten Held my head to his chest Sagte, mein Sohn ist wieder nach Hause gekommen Said my son's come home again Habe mein Gesicht gehoben Lifted my face Wischte mir die Tränen aus den Augen Wiped the tears from my eyes Mit Vergebung in seiner Stimme sagte er With forgiveness in his voice ge said Sohn, weißt du, dass ich dich immer noch liebe? Son do you know I still love you Er hat mich überrascht, als Gott gerannt ist He caught me by surprise when God ran Der Tag, an dem ich das Haus verließ The day I left home Ich wusste, ich hatte sein Herz gebrochen I knew I'd broken his heart Und ich fragte mich, ob die Dinge jemals wieder so sein könnten And I wondered then if things could ever be the same Dann eine Nacht Then one night Ich erinnerte mich an seine Liebe zu mir I remembered his love for me Und auf dieser staubigen Straße vor mir konnte ich sehen And down that dusty road ahead I could see Es war das einzige Mal It was the only time Es war das einzige Mal, dass ich ihn jemals laufen sah It was the only time I ever saw him run Und dann And then Er ist zu mir gerannt He ran to me Er hat mich in seine Arme genommen He took me in his arms Habe meinen Kopf an seine Brust gehalten Held my head to his chest Sagte, mein Sohn ist wieder nach Hause gekommen Said my son's come home again Habe mein Gesicht gehoben Lifted my face Wischte mir die Tränen aus den Augen Wiped the tears from my eyes Mit Vergebung in seiner Stimme sagte er With forgiveness in his voice ge said Sohn, weißt du, dass ich dich immer noch liebe? Son do you know I still love You Er hat mich überrascht He caught me by surprise Und er hat mich auf die Knie gezwungen And he brought me to my knees Als Gott lief, sah ich ihn zu mir rennen When God ran I saw him run to me Ich habe mich so geschämt ganz allein und so weit weg I was so ashamed all alone and so far away Aber jetzt weiß ich, dass er auf diesen Tag gewartet hat But now I know that he's been waiting for this day Ich sah ihn zu mir rennen I saw him run to me Er hat mich in seine Arme genommen He took me in his arms Habe meinen Kopf an seine Brust gehalten Held my head to his chest Sagte, mein Sohn ist wieder nach Hause gekommen Said my son's come home again Habe mein Gesicht gehoben Lifted my face Wischte mir die Tränen aus den Augen Wiped the tears from my eyes Mit Vergebung in seiner Stimme With forgiveness in his voice Ich habe wieder seine Liebe zu mir gespürt I felt his love for me again Er ist zu mir gerannt He ran to me Er hat mich in seine Arme genommen He took me in his arms Habe meinen Kopf an seine Brust gehalten Held my head to his chest Sagte, mein Sohn ist wieder nach Hause gekommen Said my son's come home again Habe mein Gesicht gehoben Lifted my face Wischte mir die Tränen aus den Augen Wiped the tears from my eyes Mit Vergebung in seiner Stimme With forgiveness in his voice Er sagte Sohn He said son Er hat mich Sohn genannt He called me son Er sagte Sohn, weißt du, dass ich dich immer noch liebe? He said son do you know I still love you Er rannte zu mir (als Gott rannte) He ran to me (When God ran) (Ich sah ihn zu mir rennen) (I saw him run to me) Und dann bin ich zu ihm gerannt And then I ran to him (Als Gott rannte) (When God ran) Als Gott rannte When God ran Quelle: Musixmatch Songwriter: Hester Benny Ray / Parenti John William Songtext von When God Ran © Word Music Llc, Word Music, Ll


Funkenflug #5: Ein.sam? Ein.Same!

Bildnachweis: Gelgas Airlangga | Pexels
Bildnachweis: Gelgas Airlangga | Pexels

HAG-Funkenflug #5, 7. Juli 2021, Input von Verena Schnitzhofer 

  • Großbritannien hat seit 2018 ein eigenes Ministerium dafür geschaffen. 
  • Das Rote Kreuz spricht von einer „Epidemie im Verborgenen“.
  • In Österreich leben 38% der Bevölkerung in Einpersonenhaushalten und kennen sie nur zu gut.

Die Rede ist von der „Einsamkeit“.

 

Wir könnten viele traurige Beispiele aufzählen, welche tragischen Spuren Einsamkeit hinterlässt. Aber heute möchte ich vorrangig schöne Beispiele (aus der Bibel und der Landwirtschaft) bringen und mich besonders eines Wortspiels bedienen. 

Ein.sam? Ein.Same.

Jesus verwendet ja oft Gleichnisse oder auch veranschaulichende Geschichten, um etwas zu vermitteln. Diese Bilder werden gut verstanden, brennen sich ein und helfen besonders in der Not, wenn man dann nicht mehr lesen will oder auch gute Ratschläge nicht mehr hören will/kann. Kennst du das?

 

Nun also zur Erklärung:

Ein.sam? Ein.Same.

Das kann man sich im Deutschen ja eigentlich wirklich gut als Eselsbrücke merken… Und unser Gehirn können wir so vielleicht ein wenig herausfordern von der Einsamkeit wegzukommen und sich dem Gedanken des „Saatguts“/Samen hinzuwenden.

 

Fangen wir mit dem bekannten „Gleichnis des Sämanns“ an:

Mk 4,3-9 (LUT)

3 Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. 4 Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf. 5 Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht. 8 Und all das Übrige fiel auf das gute Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges sechzigfach und einiges hundertfach. 9 Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

 

Oft wird das Wachsen der Saat als Beispiel für das „Reich Gottes“ verwendet. Es ist also die aktive Verkündigung des Wortes Gottes gemeint: 

Evangelisation, Mission; den Menschen in meinem Umfeld, in der Stadt, in der Ferne, wo auch immer von Jesus zu erzählen und sie mit Gottes versöhnender Botschaft der Liebe und des Friedens zu erreichen. Es geht vorrangig um die Rettung der Seele, um Erfüllung des Herzens, um den Sinn im Leben.

Alles Ziele, die in der Person Jesus Christus gebündelt und erfüllt sind. 

Aber es steckt noch mehr drinnen.

 

Ich finde es schade, wenn wir unseren Körper, unsere menschliche Hülle, die Materie, die uns hier an diese Erde bindet – irgendwie auszublenden versuchen. Der Körper ist nicht böse oder schlecht. Gott hat ihn geschaffen! Darum fasziniert mich, wie Jesus diese transzendenten, ganz unangreifbaren, höheren Dinge auf ganz „angreifbare“, anschauliche, natürliche und klare Art und Weise erklärt. Ja, er wird sogar selbst Teil davon, indem er auf diese Erde kommt.

 

Jesus verwendet dafür simple Begriffe, die in der damaligen Lebenswelt verstanden wurden und Sinn ergaben: Begriffe aus der Landwirtschaft, vorrangig dem Ackerbau. 

 

Ich war vor wenigen Tagen am Bruderhof in Retz und recherchierte für einen neuen Artikel für das AndersLEBEN-magazin. Dort wird von der Bruderhof-gemeinschaft Biogemüsebau betrieben. Es war faszinierend zu sehen, was alles möglich ist. Ich habe vom Wachsen der Saat und der Ernte gleichermaßen gelernt.

 

Lesen wir darüber auch in Mk 4,26-29 (LUT):

Das Gleichnis vom Wachsen der Saat 

26 Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. 29 Wenn aber die Frucht reif ist, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

 

Hier steht nicht, dass alles automatisch passiert und „einfach so“ wächst. Landwirtschaft (nicht die industrielle) ist schwere, anstrengende Handarbeit, verlangt viel Einsatz, Schweiß und Zeit. Kaum einer in unseren Breiten macht heute noch alles händisch.

Der Bauer ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Daher ist er auch Sinnbild für Gott, weil Gott es ist, der den Samen aufgehen und wachsen lässt. Aber besonders vom Weinbau weiß man, dass der Weinbauer unnötiges Material abzwickt, damit alle Kraft in die Trauben geht, die dadurch süßer werden.

 

Der verantwortliche Gemüsebauer in Retz zog die Samen in kleinen Pflanzbehältnissen unter einem Folientunnel vor. Hier sprießen sie unter beständiger Wärme und in feuchten, optimalen Verhältnissen. Er trägt Sorge um die besten Bedingungen für die kleinen Pflänzchen. Nie ist nur ein Same in einem Becherchen, sondern immer vier. Das fand ich schon mal faszinierend. Gemeinsam gibt es erhöhte Wachstumschancen. Manche Samen sind tote Samen und es wird nichts hervorbrechen. So erhöht sich die Chance das etwas wird. 

 

Sind die Pflänzchen stark genug, werden sie mit Schnüren oder Steckerln (je nach Pflanze) gestützt oder auch lose in die großen Reihen im Gemüsegarten ausgesetzt. Der Bauer schätzt vorab ein, ob sie einen Folientunnel (für die Nacht, wo es kühler ist) brauchen oder ihnen der offene Sternenhimmel besser tut. 

Er weiß genau welche Pflanze welche Bedingungen braucht, um bestmöglich zu wachsen.

 

Das erinnert mich an die Bibelstelle, wo Jesus die Vögel und Feldblumen als Beispiel gegen „unnötige Sorgen“ anführt:

 

„Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?“ (Mt 6,26; LUT)

 

„… Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ (Mt 6,32b; LUT)

 

Der Kosmos ist im Großen und im Kleinen ganz fein aufeinander abgestimmt. Alles wirkt zusammen: Blüten von Pflanzen ziehen mit ihrem Duft und bunten Farben Insekten aller Art an, welche sich von ihnen nähren und sie gleichzeitig bestäuben, nur so kann sich letztlich Frucht entwickeln. Bienen sind hier besonders wichtig. 

 

Am Biohof erwähnte der Bauer auch, dass sie jetzt vermehrt neben dem Gemüse mit Blumen experimentieren wollen, da diese zusätzlich Insekten anziehen sollen. Zukünftig soll eine Windschutzhecke Vögeln neuen Lebensraum bieten, auch sie sind im Ökosystem wichtig: sie lockern den Boden auf, fressen Schädlinge etc.

 

Aus dem kleinsten Samen (damals das Senfkorn), wurde eine der größten Pflanzen:

„und wenn es gesät ist, so geht es auf und wird größer als alle Kräuter und treibt große Zweige, sodass die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können.“ (Mk 4,32, LUT)

 

Jesus spricht davon, dass wir Salz und Licht sein sollen. Das sind auch lebensnotwendige Zutaten für Wachstum. Der Boden sollte nicht „übersalzen“ sein, aber ohne die benötigten Mineralstoffe, die Kraft geben und gewisse Prozesse starten, kein Wachstum. 

Ohne (Sonnen-)Licht brechen die Samen nicht aus ihren harten Hüllen. 

Auch würde es ohne Wasser kein oder nur kaum Leben geben. 

Wir Menschen bezeichnen Jesus daher als die lebensspendende Quelle, das Wasser des Lebens. 

So sind alle diese Faktoren wichtig, bis es irgendwann zur Ernte kommt.

 

Mein Gebet ist, dass du dir in deiner Einsamkeit bewusst wirst, dass „einsam zu sein“ an sich nichts Schlechtes oder Tragisches ist. Lediglich der Umgang damit gibt den Ausschlag in deinem Leben.

Jesus zog sich oft bewusst in die Einsamkeit zurück, vorrangig um z.B. „auf dem Berg“ zu beten. Er suchte die Intimität und das intensive Gespräch mit seinem Vater im Himmel. Diese Zeit war (auch für ihn) eine Neuausrichtung, eine Vorbereitung, eine Vertiefung, eine Segenszeit der Nähe und Gemeinschaft. 

 

Als Christen haben wir den Vorteil, dass wir auf dieses Angebot Gottes stets zurückkommen dürfen. Wir sind de facto nicht allein.

 

Aber Gott freut sich auch, wenn wir Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten (Samen) haben, damit wir nicht alleine in einem Töpfchen darben, sondern uns gemeinsam Halt geben, wachsen und sich dann noch mehr an uns laben können.

Ja, mein Gebet ist, dass wir Lebensraum für unser Umfeld werden/schaffen und so mit unserem Leben einen Unterschied in unserer Nachbarschaft, in unserer Arbeit und in unseren Beziehungen mit unseren Mitmenschen machen.

 

 

Fragen für die Kleingruppe:

In welchen Bereichen fühlst du dich besonders einsam und wo könntest du ein Same für eine schöne Ernte/Aktivität werden/sein?

Welches Bild von Jesu Gleichnissen hilft dir? Ist dir wichtig?

Wie gestaltest du einsame Zeiten? Welche Methoden hast du entwickelt?

Welche Tipps willst du anderen weitergeben?

Warum ist Gemeinschaft so wichtig? Wie erlebst du das?

Ausflug zum Tiroler Walchsee

Bericht von Kathrin:

 

Unser Ausflug zum Walchsee (Sa, 26. Juni 2021)

 

Alexander und ich haben uns am Bahnhof in Innsbruck getroffen um gemeinsam mit dem Zug nach Kufstein zu fahren, wo uns netterweise David mit seinem Auto abgeholt hat. Wir waren in knapp einer viertel Stunde dann endlich am Ziel.

Mit Rucksack und Sonnenhut fanden wir drei dann eine gemütliche Rundwanderung um den ganzen See.

Nach einer Weile Wanderung umgeben von See, Wald, Moor, Blumenwiesen und Berge legten wir auf einer schattigen Bank ein kleines Picknick ein. Ich verspeiste meinen selbst gemachten pikanten Kuchen 👍🏼. Die zwei Burschen bevorzugten Pizza und Salat in einem Café 😉.

Den See umrundet, gönnten wir uns dann einen Sprung in die Fluten. Bei Eis und Cafe hatten wir noch genügend Spaß und Gesprächsstoff.

Nachdem ein paar Wolken uns das feine Sonnenbad verdorben hatten, war unser erster Ausflug zu Ende.

Wir sind schon neugierig auf unser nächstes Treffen.

 

Funkenflug #4: Um Segen kann man kämpfen

Andacht von Andrea zu 1. Mose 32

 

Hinter einem ist Jakob her, hinter dem Segen. 

 

Um diesen Segen zu bekommen, hatte er seinen blinden Vater und seinen Bruder Esau betrogen. Durch eine List war es ihm gelungen, den Segen zu erlangen. 

Was ist Segen, wie wirkt er sich aus?

Er wollte unbedingt die Kraft Gottes auf seiner Seite wissen. Er suchte den Schutz und die Sicherheit in unsicheren Zeiten. Er wünschte sich Erfolg in seinem Leben, den ihm Gott schenken konnte. So viele Wege müssen im Leben zurückgelegt werden, so viele Gefahren überwunden. Ein Auskommen muss gefunden werden. Darum tut die positive Wirkung göttlicher Kraft so gut. Segen heißt: das Leben steht auf deiner Seite. Bedrohtes Leben wird geschützt und kann sich entfalten. 

Persönliche Umstände und unser Unvermögen damit immer weise und im Glauben umzugehen

Seine Familie: Jakob hatte schwierige Familienverhältnisse, aber wer hat die nicht? 

  • Isaak und Rebekka => Sie glauben den Zusagen Gottes, sind aber keine Vorbilder im Glauben. 

Isaak ist träge und kommt von sich aus nicht auf die Idee, Jakob gemäß der Prophezeiung Gottes über Esau zu stellen. 

Rebekka: ihn durch Tricks und Hinterlist dazu bringt, Jakob zu segnen. keine Hochachtung gegenüber ihrem Mann. Statt offen mit ihm darüber zu reden, zieht sie hinter seinem Rücken die Fäden. 

  • Esau => mit Zusage Gottes in Berührung gekommen ihr aber nicht geglaubt. Bedeutung der Zusagen Gottes nicht verstanden (dass es ihnen um die Herbeiführung der Herrschaft Gottes über die ganze Erde und seine Verherrlichung geht), glaubt statdessen, die Zusagen Gottes seien dazu da, ihm ein schönes selbstbestimmtes Leben auf der Erde zu ermöglichen. 

 

Jakob selbst: Ja, und er selbst war auch nicht ganz einfach. Aber wer ist das schon? 

 

Er war ein Zwilling, aber der jüngere. In einer Welt, in der der Erstgeborene alle Vorzüge des Rechtes, des Erbes und des Ansehens hatte,

Geburtslegende: der jüngere Zwilling Jakob war dem älteren Esau schon im Mutterleib auf den Fersen war. (1) 

Platz in der Geschwisterkonstellation. Manch einer ringt sein ganzes Leben um die Anerkennung, in seiner Stellung in der Familie. Das ganze Leben wird zur Bühne eines familiären Emanzipationsstrebens. 

Schon immer wäre Jakob gern ein Anderer gewesen. Einer mit mehr Ehre und Macht. Von Anfang an gönnt er seinem Bruder nicht diese mit der Erstgeburt verbundenen Vorzüge. 

von den Zusagen Gottes nicht viel mehr begriffen als Esau (wie er meint, sich die Zusagen aneignen zu können, sprechen dafür). Der Segen Gottes scheint für ihn wie Esau in Gaben zu liegen, nicht in dem Geber. Aber Gott lehrt ihn nach und nach, was es heißt, ihn zu kennen und im Vertrauen auf seine Zusagen zu leben.

Am Ende ist das Verhältnis zu seinem Bruder so kaputt, dass er um sein Leben fürchten muss.(2) 

 

Vor der Rache seines Bruders flieht er nach Haran, der Heimat seiner Mutter, einer Stadt im nördlichen Zweistromland, heute in der Südtürkei gelegen. 

Verheißung Gottes und Jakobs staunende Reaktion.

Gottes Zusage (1. Mose 28, 13-16):

Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich nach Westen und Osten, nach Norden und Süden ausbreiten und durch dich und deine Nachkommen werden alle Sippen der Erde Segen erlangen. 15 Siehe, ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe.

 

Er sieht, da ist einer der MICH sieht. 

Mose 28, 20 Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich gehe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, 21 wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters, dann wird der HERR für mich Gott sein 22 und dieser Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, soll ein Gotteshaus werden. Von allem, was du mir gibst, will ich dir gewiss den zehnten Teil geben.

 

→ Weit weg von seinem Bruder und seinen Problemen.<-- Hier, in der Ferne, ganz anderswo, kommt er zu Familie und einigem Wohlstand. Aber bald ist auch das Verhältnis zu seinem Schwiegervater Laban belastet. Da will Jakob mit seiner ganzen großen Familie, zwei Frauen, zwei Mägden und zwölf Kindern, zurück in sein Heimatland nach Palästina. Je näher Jakob seinem Bruder Esau kommt, desto unheimlicher wird ihm seine Situation. 

Das Hadern

 

 

 

 

 

 

Brutale Angst und Zweifel. Die Realität und die ganze wucht der Konsequenzen seiner eigenen Schuld steht wie eine unüberwindbare Mauer vor ihm.

 

Wie wird sein Bruder ihn aufnehmen? Trachtet er ihm weiterhin nach dem Leben? 

 

Im Grunde hast du dir dein Elend selbst zugefügt. Du hättest ja nicht um die Stellung in der Familie streiten müssen. Warum nicht auch einmal der Zweite sein? War der materielle Anlass den Streit mit dem Bruder wert? Warum bin ich auch immer so dickköpfig? Aber hat mich Gott nicht benachteiligt? Er hätte es doch auch ganz anders machen können. 

 

Im Gefecht des Haderns schleichen sich schnell “Niemals-Lügen” ein: Ich werde niemals wohlbehalten mit allen ins verheißene Land kommen und Gott die Ehre geben. Für uns lauten diese Lügen oft: ich werde niemals wieder gesund werden. Ich werde niemals erfolgreich sein. Ich werde niemals heiraten. Meine Träume werden niemals in Erfüllung gehen.

 

Man kann hadern über die persönliche Lebensgeschichte, man kann hadern über die große Politik – fast jeder hat auf seine Weise seinen Kampf mit Gott auszutragen. 

 

Jakob weiß, dass er ihm völlig ausgeliefert ist. In dieser schwierigen, vielleicht ausweglosen Lage, bereitet sich Jakob allein auf die Begegnung mit seinem Bruder, deren Ausgang ungewiss ist, vor. 

 

Jakob hatte in seiner Not gebetet: „Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fürchte mich vor ihm“(3). 

 

Nacht, mit der ganzen Familie am Ufer des Jabbok. Er bringt seine Familie auf die andere Seite und bleibt allein. Jakob steht nun unmittelbar vor der Wiederbegegnung mit seinem Bruder Esau, den er seit seinem vor 21 Jahren verübten Betrug, bei den er ihn um den Segen des Erstgeborenen gebracht hat, nicht mehr gesehen hat. Esau ist ihm mit 400 Männern entgegen gekommen. 

 

Da verwickelt ihn ein Unbekannter ihn in einen Kampf. 

Mose 32, 26-33

Als er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg. 26 Als der Mann sah, dass er ihn nicht besiegen konnte, berührte er sein Hüftgelenk. Jakobs Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang. 27 Er sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Er entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. 28 Er fragte ihn: Wie ist dein Name? Jakob, antwortete er. 29 Er sagte: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel - Gottesstreiter -; denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und gesiegt. ERMUTIGUNG UND ANERKENNUNG GOTTES FÜR UNSER STREBEN! 30 Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Er entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort.

 

Verworrenes Weltgeschehen und verworrenes persönliches Geschehen

Keiner von beiden kann den Kampf gewinnen. In dieser Geschichte ist außerordentlich, dass der Kampf unentschieden ausgeht: 1:1. 

Jakob geht nach einer solchen Auseinandersetzung gezeichnet aus diesem Kampf hervor, hinkend. Aber er ringt seinem Widersacher einen Segen ab: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“(V. 27). Und Gott lässt sich diesen Segen abringen. 

Beim Kampf nicht von vornherein klar, mit welcher Macht er kämpft. Es gibt Widersacher im Leben, da wird dir erst im Nachhinein deutlich: Gott steckte dahinter. Er hat dir eine Grenze gesetzt → CORONA. Nicht alles ist unseren Augen offenbar. Das Leben spielt im Vordergrund, hat aber einen Hintergrund, der uns nur je und dann aufleuchtet. Jeder zu seiner Zeit auf seine Weise darf das begreifen, wenn er sich danach ausstreckt. 

 

1. Mose 32 zeigt, dass für Israel schon klar war: Uns stellt sich manchmal Gott in den Weg. Das Leben läuft nicht nur glatt, aber wir können und müssen mit Gott ringen. Manchmal allerdings gehen wir als Geschlagene, hinkend vom Platz. 

 

Unbekannte nennt seinen Namen nicht, Jakob versteht, dass Gott selbst seinem Ringen mit ihm diese Gestalt gegeben hat. In dieser Geschichte verbirgt sich eine alte Gotteserfahrung: Es gibt Situationen, da muss man mit Gott kämpfen. 

 

Oft kriegen wir Gottes Handeln und seinen in Christus offenbarten Willen nicht zusammen. 

Ringen mit Gott, bis wir Gefühl und Erkenntnis überein bringen. 

 

Geschichte zeigt, dass schon die Alten solche Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Wir sind alles ambivalente Persönlichkeiten, trotzdem schreibt Gott mit uns seine Geschichte. In dieser Geschichte haben wir unseren Platz, großartig und bescheiden zugleich. Großartig, weil Gott uns gebrauchen will. Bescheiden, weil wir ja doch nur kleine Lichter sind. 

 

In der Geschichte erfahren wir in weiterer Folge, dass Gott bereits alles vorbereitet hatte und Jakob seinen neuen - Jahre zuvor bereits von Gott verheißenen Lebensabschnitt - einnehmen konnte.

 

Im neuen Testament werden wir zum grenzensprengenden Glauben aufgefordert, der mächtige Senfkorn-Glaube. Aus ihm heraus können wir im Ringen mit Gott dranbleiben und auf seinen Wegen gehen.

Wir dürfen uns eine neue Sichtweise aneignen: der Schöpfer der Welt hat schon längst den Zeitpunkt festgesetzt, zu dem sich unser Durchbruch ereignen wird. Dass es noch nicht passiert ist, heißt noch lange nicht, dass es niemals passieren wird. Gott hat bereits jetzt die richtigen Leute, den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Antworten parat. 

 

Alles, was du brauchst, ist schon da. Wir sind dazu gerufen, die Zweifel über Bord zu werfen. Ob es noch 1 Jahr, 5 Jahre oder 50 Jahre dauern wird – was auch immer Gott uns versprochen hat, wird er auch zu Stande bringen! Unsere Rolle ist es, stark zu bleiben, weiter zu hoffen und nicht aufzugeben. Wir dürfen die Leidenschaft neu entfachen und erleben, wie Gott jeden einzelnen der Träume, die er in uns hineingelegt hat, erfüllen wird. 

 

Wo auch immer du gerade im Leben stehst: mach das Beste daraus! Sei dazu ermutigt, alles, was du tust, mit Leidenschaft und Feuer im Herzen anzugehen und dich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben. Tu alles von ganzem Herzen. Schüttle den Staub ab und entfache das Feuer neu. Wenn wir uns danach ausstrecken werden wir uns nicht nur besser fühlen sondern unsere Leidenschaft wird andere Menschen anstecken, und die werden haben wollen, was wir haben.


Gebet

Vater, dir allein gebührt unser Lob. Danke für jeden Traum und jede Sehnsucht, die du in jeden einzelnen hinein gelegt hast. Wir entscheiden uns heute ganz bewusst dafür, dich nie zu unterschätzen und den “Niemals-Lügen” keinen Raum zu schenken. Wir entscheiden uns dafür, den “Kampf” mit dir aufzunehmen uns auszukämpfen, und bis du uns segnest, nicht von deiner Seite zu weichen. Wir wollen stark bleiben und an unserem Glauben festhalten. Hilf uns, gewissenhaft zu sein in allem, was du uns anvertraust. In Jesu Namen, Amen.


Fragen

Überlegt für euch womit ihr kämpft:

  • Gibt es in meinem Leben persönliche Umstände, mit denen ich von Geburt oder Familie an immer kämpfe, welche Anlass für mich sind, mich unter Umständen über Mitmenschen und auch über Gottes Wege hinwegzusetzen? Mit denen ich immer wieder zutiefst hadere?
  • Welche Sehnsucht habe ich tief im Herzen? Welche Träume habe ich? Welche Verheißungen habe ich empfangen? 
  • Welche Sehnsüchte, Träume und Verheißungen habe ich wahr werden sehen?

 

Überlegt euch wofür ihr kämpft:

  • Die Berufung, die in Sehnsüchten und Träumen verborgen liegt. 
  • Die Berufung als das einzunehmende Land in dem zutiefst Gemeinschaft mit Gott erfahren werden kann.

 

 

Psalm 25,12-13

Wer ist der, der den HERRN fürchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg. Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen. 

  • Was ist dein Same? “Same” als Fruchtbarkeit zur Verwirklichung des göttlichen Segens 

“Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen” Mt 6,33

  • Was ist mein “Ziel”? Herr, zeig mir wo du mich haben willst.

 


Quellen:

 

Intimität in der Kennenlernphase

Bildnachweis: Kiwihug | Unsplash
Bildnachweis: Kiwihug | Unsplash

Wir alle sehnen uns nach Intimität. Auch als Single.  Diesem Thema nahmen wir uns bereits letztes Mal an (Artikel hier nachlesen). Aber wie ist das nun in der Dating-Phase? 

Wie viel körperliche Nähe in der Kennenlernphase ist gesund? 

One-Night-Stand oder doch völlige Enthaltsamkeit?

 

Michael Bozanovic gibt in seinem Vortrag dazu Anregung und Hilfestellung, sowie Einblicke in die Kulturgeschichte des Kennenlernens und der Sexualität.

 

 

 

Zum Vortragenden:

Michael (Jahrgang 1985) ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der studierte Theologe und Sexualpädagoge ist seit 2009 als Jugendreferent des Bundes Evangelikaler Gemeinden, seit 2014 als Religionslehrer der Freikirchen in Österreich und seit 2019 als Entwicklungssensibler Sexualpädagoge für das Weisse Kreuz Österreich tätig. 

 

Er hält sexualpädagogische Workshops in Teenie- und Jugendgruppen und Schulen, sowie Workshops für Eltern zum Thema Sexualerziehung. Außerdem bietet er Seminare und Vorträge rund ums Thema Geschlechtlichkeit, Sexualität und Beziehung an. Zudem berät und begleitet er Einzelpersonen persönlich und führt (gemeinsam mit seiner Frau) Paare in die Ehevorbereitung.  

 

Nähere Informationen zu ihm und seiner Arbeit auf sex-is-more.com.

Wir sind dankbar, dass er auch die HAG-Gruppe in Kärnten unterstützt.

Vortrag anschauen:

Reinlesen in den Artikel:

Beziehung und Sexualität im Wandel

Dass es überhaupt so etwas wie eine Kennenlernphase und körperliche Nähe vor, bzw. außerhalb der Ehe gibt, ist ein Phänomen, welches erst mit der Nachkriegszeit gesellschaftstauglich wurde. 

 

Sinnbild des Kennenlernens von Mann und Frau war immer schon der Tanz. Denn der Tanz war die Möglichkeit dem anderen Geschlecht nicht nur auf die Füße zu treten, sondern auf Tuchfühlung zu gehen. Wo in der Vorkriegszeit auf Bällen und Volksfesten die Eltern Ausschau nach potentiellen Heiratskandidaten hielten, so in der Nachkriegszeit zunehmend Jugendliche in der Disco.

 

Von der Antike an wurde die Beziehung zwischen Mann und Frau überwiegend arrangiert, und zwar im Sinne einer „Vernunftehe“. Schließlich bestand der Zweck der Ehe in der Repräsentation. Ein Kennenlernen spielte damit nicht für das Paar, sondern für die Eltern eine wichtige Rolle. Dabei ging es um den Stand der Herkunftsfamilie und vor allem um die Verhandlungen über den Brautpreis. Wenn es um die körperliche Nähe ging, spielte einzig und allein die Fruchtbarkeit und damit eine möglichst schnell eintretende Schwangerschaft eine Rolle. Wenn auch die Gefühle eine immer größere Rolle spielten, so hielt sich dieses Verständnis der Ehe bis in die Moderne. 

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2021-05_Michael Bozanovic_Intimität in d
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Online Speeddating funktioniert (auch)!

Fotonachweis: Christopher Stark | Unsplash
Fotonachweis: Christopher Stark | Unsplash

Letzten Freitag (19. März 2021) hatten wir unser 4. online Speeddating auf Zoom durchgeführt (unser 11. in Summe). Wir sind mittlerweile recht gut im Rennen, weil wir nun besser wissen worauf es ankommt. Es macht richtig Freude hier den Teilnehmern einen schönen, guten Rahmen zu bieten... besonders zur Corona-Zeit, wo es (noch) schwerer ist, jemanden im "richtigen Leben" kennenzulernen.

 

7 Männer und 8 Frauen waren dabei. 

Und es gab 8 Matches! (36 Favorisierungen)!

 

Einige Teilnehmer bedankten sich recht lieb - wir werden noch "kritisches Feedback" abfragen und dieses beim nächsten Mal wieder berücksichtigen. Danke für euer Dabei sein! Alles Gute euch allen!

Verena

Feedback von Teilnehmern:

„Danke für euren engagierten und professionellen Einsatz. Es hat Freude gemacht und ist in Corona Zeiten ein kleiner Lichtblick.“ (Mann)

 

„Hallo liebes HAG-Team, vielen lieben Dank für die Organisation; ich bin froh, dass ich mir das angeschaut habe.“ (Mann)

 

„Danke nochmal fürs Organisieren! Die Stimmung war sehr angenehm und 5 € ist schwer ok.“ (Frau)

 

„Erstmal danke für den schönen Abend gestern. War echt eine sehr angenehme und lockere Atmosphäre, falls sich dieses Mal noch nichts ergeben sollte bin ich gern wieder dabei -).  So nun zu den Damen, die ich gern näher kennenlernen würde. Hab da ein paar mehr ausgewählt, weil nach 6 Minuten kann man find ich nur grob entscheiden, wer einem sympathisch ist. Der Rest muss sich dann ergeben oder eben nicht.“ (Mann)

 

„Vielen Dank jedenfalls an Euch für die Organisation des Abends! Ihr habt das wirklich professionell gemacht. :)“ (Frau)

 

„Ich würde gerne mit … in Kontakt treten, wenn er es auch möchte.  Danke übrigens für den schönen Abend. Hatte echt viel Spaß. Und nette christliche und persönliche Gespräche.“ (Frau)

 

Intimität als Single

Bildnachweis: Tsunami Green | Unsplash
Bildnachweis: Tsunami Green | Unsplash

 

Artikel von Michael Bozanovic

 

Ein schwieriges Thema:

Seit Mitte der 1960ger Jahren ist das traditionell bürgerliche Familienmodell rückläufig. Seither haben sich die Anzahl der ledigen Männern und Frauen im traditionellen Familienlebensalter (zwischen 30 und 59 Jahren) verfünffacht. Viele Menschen verzichten darauf zu heiraten, weil kein eindeutiger Nutzen mit der Institution Ehe verbunden wird. Man genießt die eigene Unabhängigkeit und doch besteht eine große Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit. Mit fortschreitender Individualisierung und Modernisierung steigt das Bedürfnis von Intimität an! Von den rund 20 % Singles im traditionellen Familienlebensalter wollen nur geschätzte 3 % auch wirklich partnerlos bleiben. 

 

Wie kommen Singles mit ihrer Situation zurecht? Forschungsarbeiten aus 16 westeuropäischen Ländern zeigen, dass partnerlose Männer unglücklicher sind als partnerlose Frauen. Der Grund: Frauen sind in der Regel stärker sozial eingebunden und pflegen eine intensivere emotionale Beziehung zu Freunden. 

 

 

Intimität und Sexualität 

Oft wird unsere Sehnsucht nach Intimität mit jener nach Sexualität gleichgesetzt. Deswegen ist es wichtig zu klären in welchem Verhältnis Intimität und Sexualität zueinander stehen. 

„Die Sexualität ist als eine im Biologischen verankerte, aber nicht notwendig manifest werdende Möglichkeit des menschlichen Erlebens und Verhaltens.“ Eberhard Schorsch, Sexualforscher 

Viele Menschen glauben heutzutage immer noch, dass unser sexuelles „Erleben und Verhalten“ von einem entsprechenden Trieb und seiner Geschichte bestimmt wird. Diese Theorie stammt von Sigmund Freud und ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Bereits er hat im weiteren Verlauf seiner Forschung von sogenannten „Partialtrieben“ gesprochen. Auf den Sexualtrieb bezogen heißt das, dass er z.B. auch durch nichtsexuelle Triebe (wie z.B. den Spieltrieb) gestillt werden kann. Doch in den letzten 100 Jahren hat die Sexualforschung festgestellt, dass das menschliche „Erleben und Verhalten“ auch in der Sexualität fluide ist und durch nichtsexuelle Motive bestimmt wird, den sogenannten „Motivationalen Grundbedürfnissen“. Sexualität ist damit „kein Muss“, sondern „ein Kann“, also eine „Möglichkeit“ und somit kein Schicksal, dem wir bedingungslos ausgeliefert sind! 

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In diesem Zusammenhang wollen wir auch gleich auf unseren nächsten Vortrag mit Michael hinweisen:

Samstag, 1. Mai 2021. Alle Infos hier.

 

Hier der Bericht einer Teilnehmerin vom letzten Vortrag im Dezember 2020.


Judith und Markus

Bildnachweis: Nathan Dumlao | Unsplash (Symbolbild)
Bildnachweis: Nathan Dumlao | Unsplash (Symbolbild)

Bei einem HAG-Speeddating in Linz sind sich  Judith und Markus  zum ersten Mal begegnet. Wie es nach diesem Zusammentreffen mit ihnen weiterging, wie sich ihre Beziehung vertiefte und wie sie die Ehe sehen, erzählen uns die mittlerweile Verlobten in diesem Blogbeitrag!

 

Es ist einfach schön zu sehen, wie Gott euch zusammengeführt hat und wie ihr nun an einer gemeinsamen Zukunft bauen dürft. Wir wünschen euch weiterhin alles Gute und Gottes reichen Segen in eurer Beziehung und bald Ehe!

 

Euer HAG-Team

Wie hast du dein Single-Leben gestaltet? 

Tanzen, Freunde treffen, Kaffeehausbesuche, Lesen, Zeichnen

 

Welche Angebote zur Partnerfindung hast du in Anspruch genommen?

Angebote von Herzens-An-Gelegenheit

 

Wie hast du von Herzens-An-Gelegenheit erfahren?

Sie: Beim Suchen nach einer anderen Internetseite zufällig darauf gestoßen 

Er: durch eine Glaubensschwester

 

Wie lange warst du Single?

Er: ca. 4 Jahre

Sie: bis zu dieser Beziehung

 

Hattest du vor dieser Beziehung schon (eine) Beziehung(en)?

Ja

 

Welche Gedanken kommen dir, wenn du an die Ehe (allgemein) denkst?

unendliche Liebe, Treue, Ehrlichkeit, unbegrenztes Vertrauen, gemeinsame Zeit, Aktivitäten, Spaß, Familie

 

Erzähle uns mit ein paar Worten wie du deinen Partner kennengelernt hast:

Nach dem HAG-Speeddating und dem gegenseitigen Match haben wir uns zwei Wochen später zu unserem ersten Date getroffen.

 

Wie hat dich dein Gegenüber überzeugt bzw. was mit dir in eine Beziehung zu treten?

Das Gefühl, das ich in seiner/ ihrer Nähe hatte - es war alles unkompliziert, schön und ich fühlte mich geborgen.

 

Nenne uns kurz deine Zweifel (im Prozess der Entscheidung):

Es gab keine.

 

Was sind die wichtigsten Pfeiler eurer Beziehung?

Ehrlichkeit, Offenheit, Miteinander, Kompromisse, Humor

 

Welche Eigenschaften schätzt du an deinem Partner am meisten?

Seine/ Ihre Art mich zum Lachen zu bringen

Er: ihre Liebe und Treue

Sie: seine Liebe und Fürsorge

 

Hast du spezielle Tipps für Singlemänner/frauen (Partnersuche, Alltagsbewältigung etc.)?

Hobbys suchen, nicht aufgeben bei der Suche, aber nicht zwanghaft suchen; auf Gott vertrauen

 

Danke für eure Zeit!


Sabine und Thomas

Sabine und Thomas haben sich vor einiger Zeit über ein HAG-Speeddating in Linz kennen und lieben gelernt und sind mittlerweile glücklich verheiratet!

 

In diesem Blogbeitrag erzählt uns Sabine anhand von Fragen kurz von ihrem Kennenlernen und was sie überzeugt hat, Thomas ihr Herz anzuvertrauen.


Wir freuen uns jedenfalls sehr mit euch und wünschen euch weiterhin alles Gute und Gottes reichen Segen in eurer Ehe!

 

Euer HAG-Team

Sabine, wie hast du dein Single-Leben gestaltet? 

Ich war in meiner Gemeinde stark integriert und habe viel Zeit auch mit meinen Freunden verbracht. 

 

Welche Angebote zur Partnerfindung hast du in Anspruch genommen?

Ich habe Single-Börsen und eben HAG versucht :)

 

Wie hast du von Herzens-An-Gelegenheit erfahren?

Poa, das weiß ich gar nicht mehr... evtl durch Verena? Oder dem Stefan?

 

Wie lange warst du Single?

Puh... 5 oder 6 Jahre

 

Hattest du vor dieser Beziehung schon (eine) Beziehung(en)?

Ja

 

Welche Gedanken kommen dir, wenn du an die Ehe (allgemein) denkst?

Es ist Arbeit, die sich lohnt :)

 

Erzähle uns mit ein paar Worten wie du deinen (Ehe)partner kennengelernt hast:

Über ein HAG Speeddating :D

 

Wie hat dich dein Gegenüber überzeugt bzw. was mit dir in eine Beziehung zu treten?

Ich denke ausschlaggebend war, dass wir uns supergut unterhalten konnten und dieselben Ansichten in Sachen Glauben und Ehe hatten.

 

Hattet ihr zu Beginn eurer Ehe mit Herausforderungen zu kämpfen? Mit welchen?

Ja, leider. In der Gemeinde kam es zu einigen Turbulenzen...

 

Was sind die wichtigsten Pfeiler eurer Beziehung?

Unser Glaube! Absolut und 100%ig!

 

Welche Eigenschaften schätzt du an deinem Partner am meisten?

Seine Musikalität, seinen Humor, die Begeisterungsfähigkeit und seine Kreativität :D

 

Hast du spezielle Tipps für Singlemänner/frauen (Partnersuche, Alltagsbewältigung etc.)?

Nicht verzweifelt nach einem Gegenüber suchen und nicht auf Kompromisse einlassen!

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten!


Funkenflug #1: HoffnungsVOLLE Beziehungen bauen

Andacht von Verena

Jeder von uns (Mensch, aber auch Tier, sogar Bakterien etc.) steht in irgendeiner Art und Weise in einer „Beziehung“: als Tochter oder Sohn, als Bruder oder Schwester, als Freund/In, Enkel/In, Ehepartner/In etc. 

Wir sind uns – denke ich – einig, dass es keine „Nicht-Beziehungen“ gibt, oder?

  • Was ist aber mit Witwen? – sie sind ohne Mann!
  • Singles? – sie sind ohne Partner!
  • Armen? – sie sind ohne Geld/Besitz!
  • Waisen? – sie sind ohne Eltern!
  • Geschlagene/Missbrauchte? – sie sind ohne ein liebendes, schutzgebendes Gegenüber!
  • Verstoßene/Aussätzige? – sie sind ohne haltgebenden Familienverband, Dorfgemeinschaft, Gesellschaft, die sie versorgen und inkludieren, anstatt exkludieren.

Das bewegt und bedrückt mich sehr. 

Kann man etwas gegen diese „Ohne-Beziehungen“ tun?

1. Menschen verbinden

 

BEISPIEL 1:

Vor einigen Jahren hatte ich in Linz eine spannende Erfahrung gemacht. Ich organisierte gemeinsam mit einem großen Team eine christliche Studentenkonferenz für 2000 Studenten aus ganz Europa: Unzählige viele Begegnungen mit alten und neuen Freunden aus der ganzen Welt. Nach 5 Tagen stoben alle wieder in die vier Himmelsrichtungen auseinander, in ihre Heimatländer zurück. In Linz blieb ein kleines Grüppchen von etwa 10 Studenten zurück. Das fühlte sich dann klein, leer, irgendwie fast hoffnungslos an. 

Nach rund einer Woche allerdings, schrieb mich eine Amerikanerin über die Facebook-Gruppe von besagter Studentenkonferenz an, ob sie sich mit mir in Linz treffen könne – denn sie sei in Linz. Ich fragte sie, wie sie auf mich gekommen sei, da auch 300 andere Leute in der Gruppe wären, von denen aber tatsächlich nur ich in Linz war. Sie meinte, sie hat gebetet und dann zwei Leute wahllos angeschrieben…! Sie suche Anschluss an eine christliche Gruppe, sie fühle sich in Österreich – abgesehen von dem Volleyballteam – sehr alleine, könne auch kein Deutsch. 

Sie war nur für 1 Jahr hier, da sie in der Volleyball-Bundesliga spielte (war die Topscorerin von 2008), aber mittlerweile sehr allein und verzweifelt. Und so trafen wir uns schließlich Wochen später zum erstenmal persönlich. Sie strahlte über das ganze Gesicht, die Hoffnung war zurückgekommen! Im Laufe des Jahres lernte sie einige andere christliche Studenten kennen, wir frühstückten gemeinsam am Pfarrplatz, machten Ausflüge, lachten viel. 

 

Ich liebe es Menschen miteinander und untereinander zu verbinden und zu beobachten, wie sich Freundschaften zu Ehen hin entwickeln und Beziehungen gebaut werden.

2. Beziehungen bauen

Bildnachweis: https://i.pinimg.com/originals/7b/7f/71/7b7f7155b9a8be157549797486eb9c29.jpg
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Nun ein wenig über „Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau“:

Heutzutage ist es nicht unbedingt leichter ein Gegenüber zu finden – wie damals – um seinen Status der „Ohne-Beziehung“ zu ändern… [während der Corona-Pandemie ist es sogar noch schwerer geworden.]

Darum habe ich ja auch die Singlearbeit „Herzens-An-Gelegenheit“ mit einer Freundin gemeinsam gegründet, um Menschen einen Rahmen zu ermöglichen, wo sie sich mit Gleichgesinnten austauschen und vernetzen können.

 

Wir haben auch überlegt:

  • was sind heute diese „Brunnen von damals“, wo Menschen einfach so zusammentrafen, weil sie täglich Wasser holen mussten und neue Begegnungen „absehbar“ waren?
  • Wo sind die Orte, die den Start von Beziehungen erst ermöglichen? (und ich meine hier nicht Tinder, Parship und Co)

Werfen wir dazu erstmal einen Blick ins Alte Testament: 

 

BEISPIEL 2:

Vor nicht ganz 4000 Jahren, im 19. Jh. v. Chr., lebte Isaak, der Sohn Abrahams. Er war noch „ohne Frau“ (1. Mose/ Genesis 24) und daher schickte sein Vater den Verwalter nach Mesopotamien auf Brautschau. Er hatte den gewichtigen Auftrag zur Verwandtschaft Abrahams (nämlich zu Abrahams Bruder Nahor) zu gehen, dort Verbindungen zu knüpfen, die in eine Ehe für Isaak münden würden. 

Der Verwalter hatte Angst und wollte nicht versagen. 

Müde am Ziel angekommen, kniete er sich mit seinen Kamelen, die er im Schlepptau hatte, beim Brunnen nieder und betete: 

„HERR, du Gott meines Herrn Abraham, gib mir Glück zu meinem Vorhaben! 

Sei gut zu meinem Herrn und erfülle seinen Wunsch!“ (v12) 

Er hatte auch gleich einen Vorschlag parat, wie Gott ihm zeigen sollte, wer die Richtige für Isaak wäre – DAS Mädchen nämlich, das ihm und seinen Kamelen vom Brunnenwasser zu trinken gäbe, sollte diejenige Welche sein. Und es geschah genau wie gehofft: dieses Mädchen war die Enkelin von Abrahams Bruder Nahor und seiner Frau Milka, und hieß Rebekka. Sie gingen gemeinsam zur Sippe nach Hause und der Deal wurde nach ausführlicheren Gesprächen beschlossen. 

Rebekkas Bruder Laban, offenbar ihr eingesetzter Vormund, erkennt durch die Erzählung des Verwalters in dieser Begegnung am Brunnen Gottes Fügung (v50). Er gibt Rebekka als Braut frei, die aus freien Stücken zustimmt mitzugehen. 

 

Gleich am nächsten Tag bricht der Verwalter mit Rebekka, ihren Dienerinnen auf seinen Kamelen auf (v61). Am Ende ihrer Reise treffen sie den Bräutigam Isaak auf dem Feld, der in der Nähe des Brunnen Lahai-Roi (v62) wohnte. [Ja, Brunnen waren lebensspendend; man siedelte sich natürlich auch nur dort an, wo es Wasser gab…]

Sogleich geleitete Isaak, der damals bereits 40 Jahre alt war (Gen 25,20) seine Braut ins Zelt (der Sara, seiner Mutter) und nahm sie zur Frau.

Isaak gewann Rebekka lieb (v67). Immerhin ist dieser Satz auch enthalten! Es scheint, sie haben nicht viele Worte gewechselt, ehe es „zur Sache“ ging. Leider blieben sie 20 Jahre kinderlos, deshalb betete Isaak zum HERRN (Gen 25,21) und – so steht es geschrieben –der HERR erhörte seine Bitte. 

Rebekka empfing die Zwillinge Esau und Jakob. 

[Der Brüderzwist dieser beiden wäre eine eigene Predigt. Den Teil lassen wir heute beiseite.]

 

Diese „arrangierten Ehen“ sind aus heutiger Sicht natürlich eine „altmodische, nicht gangbare Herangehensweise“. Sie werden von uns oft mit Augenrollen und Unverständnis quittiert. Wenn man anderen Erdteile betrachtet, sind sie aber nach wie vor gängig/üblich.

 

Bei Herzens-An-Gelegenheit schreiben uns immer wieder Teilnehmer von einer inneren Hoffnung getrieben an, dass sie einen Partner suchen und ob wir ihnen dabei helfen könnten. Wir sind aber keine Partnervermittlung. Gegen dieses Attribut sträuben wir uns. Denn wir wollen, dass die Leute sich selbstständig ihr Gegenüber wählen, kennen und lieben lernen. Wir sind überzeugt, dass Beziehungsbau wirkliche, echte, teilweise auch harte Arbeit ist und man diese auch selber „verrichten“ muss. Ich kann ja auch nicht für jemanden anderen in einer Beziehung oder gar Ehe sein. Das umschließt exklusive nur diese beiden Menschen.

 

BEISPIEL 3:

Steigen wir wieder im 28. Kapitel von Genesis (1. Mose) ein, als Jakob schließlich selbst heiratsfähig ist und sein Vater Isaak ihn ebenso an eine mesopotamische Frau verheiraten will, wie eben auch seine eigene Ehefrau eine war. Jakob gehorchte und zog sogleich fort, zu seinem Onkel Laban. 

[Esau, Jakobs Bruder, der Erstgeborene hingegen war übrigens widerborstig und hatte begriffen, dass seinem Vater die Kanaanitischen Frauen zuwider waren, weshalb er sich extra eine weitere Kanaaniterin zu seinen schon bisherigen Frauen schnappte.]

 

Wieder spielte sich alles bei einem Brunnen ab. Aber diesmal war es ein wenig anders:

(Kap 29,2f.) Als Jakob schließlich bei einem Brunnen angekommen war, wo auch Hirten gerade im Begriff waren ihre Schaf- und Ziegenherden zu tränken, kam auch eine junge Frau namens Rahel mit ihrer Herde herbei. Es stellte sich sogleich heraus, dass sie seine Cousine war. Er freute sich sehr und im Überschwang, endlich bei seiner Verwandtschaft angekommen zu sein, küsste er sie und weinte im gleichen Moment (v11). 

War sein Gebet bereits erhört worden und war diese Dorfschönheit seine vorherbestimmte, zukünftige Frau? Jakobs Hoffnung war sehr groß. 

 

Bereits ein Monat lang baute er die Beziehung zu seiner Verwandtschaft auf, lebte im großen Haushalt mit und bewährte sich als fleißiger Helfer. Schließlich wollte sein Onkel Laban „einen Lohn“ für seine Arbeit mit ihm ausmachen. Jakob nannte siegessicher seinen tiefsten Herzenswunsch, nämlich Rahel zu heiraten und bietet sich im Gegenzug als Arbeitskraft an: 

7 Jahre wolle er für Laban arbeiten und dann Rahel ehelichen (v18). Laban stimmte zu. 

 

7 Jahre an harter Beziehungsarbeit standen Jakob bevor. Und das, obwohl er noch nicht einmal die traute Zweisamkeit erlebte. Irgendwie fühlt sich dieser „Beziehungsbau“ in seinem Fall so an, als müsste er sich das Vertrauen der ganzen Familie, ja Sippe, die ja seine eigene war, erarbeiten, ja sich fast seine Braut „erkaufen“.

 

Aber diese 7 Jahre vergingen wie im Fluge (v20) – ja, die Liebe erträgt jede Art von Anstrengung leichter – und endlich stand der Hochzeitstag bevor: abends wurde die Braut ins Zelt zu Jakob geführt. Das lange Warten hat ein Ende… Oder doch nicht? 

Als Jakob am nächsten Morgen erwachte, lag nicht seine geliebte Rahel, sondern ihre ältere Schwester Lea bei ihm im Bett! Was für ein Schock! 

Zutiefst enttäuscht über den Verrat, stellte er den Onkel zur Rede: 

„Jetzt habe ich 7 Jahre mit dir und euch allen Beziehungen gebaut, gehakelt wie ein Wilder, mich gefreut, dass ich Rahel endlich heiraten darf, und dann das? Was soll das?“ (v25)

 

Laban entschuldigte sein Verhalten mit der vorherrschenden Sittenkultur, dass nämlich die Jüngere nicht vor der Älteren verheiratet werden dürfe und bietet ihm nach der Hochzeitswoche als zweites Geschenk noch seine jüngere Tochter Rahel als weitere Brautgabe an, allerdings mit der Bedingung nochmals 7 Jahre für ihn zu arbeiten.

„Na toll… das ist jetzt aber genug Zeit für einen gründlichen Beziehungsbau, oder? Hut drauf?“

Gesagt, getan. Aus Liebe zu Rahel würde Jakob wohl alles tun… er stimmte zu. 

3. Hoffnung schöpfen

BEISPIEL 4:

Meine letzte biblische Geschichte für heute, spielte sich wiederum an einem Brunnen ab. Wir lesen sie in Johannes 4, diesmal im Neuen Testament. Der sog. „Jakobsbrunnen“, also der Platz den unser Jakob wiederum seinem Lieblingssohn (natürlich mit Rahel gezeugt) vermacht hatte; nämlich Josef, der mit den Träumen und dem „amazing technicolor dreamcoat“. So schließt sich der Kreis wieder…

Der Jakobsbrunnen lag in Samarien, einem Gebiet, das fromme Juden mieden, um sich nicht „unrein“ zu machen. Jesus Christus zog genau hier vorbei und machte noch dazu mitten am helllichten Tag an besagtem Brunnen Halt, um zu rasten. Er hatte keine Angst vor Gelächter, Aussatz oder dummem Geschwätz. 

Als eine samaritische Frau herantrat, forderte er von ihr einen Becher Wasser zum Trinken. 

Er, der bereits bekannte Rabbi, und eine Frau, die er ja nicht mal ansehen dürfte und die wohl auch ein liederliches Lebenführte, da sie zu einer Zeit an den Brunnen ging, wo sie gewiss sein konnte, keine Menschenseele anzutreffen, da die Sonne heiß herunterbrannte. 

Etwaige Begegnungen wollte sie gewiss vermeiden. ... „Nein, heute kein Tratsch über das beste Fladenbrot der Stadt.“

 

Jesus ist hinsichtlich Beziehungen sowieso das Vorbild Nummer eins für mich: 

  • Er beruft gewöhnliche, einfache Menschen, wie z.B. einige Fischer am See Genezareth zu außergewöhnlichen Nachfolgern und formt sie zu Leitern und Weltveränderern
  • Er weist die Führungselite der damaligen Zeit anständig zurecht
  • Er berührt ohne zu Zögern oder sich zu ekeln Menschen, die sonst „ohne Berührungen“ bleiben würden, weil sie Lepra oder eine andere Krankheit hatten
  • Er heilt Blinde - Menschen ohne Sehvermögen; Lahme - ohne Gehfähigkeit
  • Er investiert sich in Frauen, Männer und Kinder gleichermaßen
  • Er isst mit den verschrieensten Menschen zu Abend, die keiner je zu sich nach Hause einladen würde: Zolleinnehmer und Prostituierte (Menschen ohne Gesellschaftliche Anerkennung)
  • Er verbringt seine wertvolle Zeit mit drei Jüngern im engeren Kreis und zwölf Aposteln im größeren Kreis 
  • Er lebt in der exklusivsten Gemeinschaft überhaupt – dreieinig – als Sohn mit Vater und Heiligem Geist. Und das Beste dran: diese Gemeinschaft ist keine „geschlossene Gesellschaft“, sondern Gott sehnt sich nach einer hoffnungsVOLLEN Beziehung mit dir und mir. Er sehnt sich nach einer besonders intimen Gemeinschaft mit uns Menschen. Eigentlich unglaublich und unfassbar, oder?

In Gottes Augen ist jeder Mensch wertvoll. Was zählt ist nicht der religöse oder ethnische Hintergrund, das Geschlecht, schon gar nicht die Sprache oder Hauptfarbe … Gott ist barmherzig und erbarmt sich unser aller. 

Das heißt er gibt sein Herz für uns; Jesus gibt sein Leben für uns. 

 

Gott sehnt sich nach inniger Gemeinschaft mit uns und will uns helfen Beziehungen voller Hoffnung zu bauen. Er setzt uns zum Segen für andere ein. Er lädt uns ein diese Welt zum Guten zu verändern und uns in der Gesellschaft zu engagieren. Er fordert uns heraus, sich über Vorurteile hinwegzusetzen und jeden Menschen als wertvoll, als Geschöpf Gottes, zu betrachten und zu behandeln. Auch die Tierwelt zu pflegen und zu bewahren, den Garten der Natur zu bebauen und letztlich ihn anzubeten.

 

In allen meinen heutigen Beispielen beteten die Menschen um Hilfe, um Beistand und um Führung, ihre „Ohne-Beziehung“ zu beendigen bzw. sich von Gott selbst verändern zu lassen. 

 

Auch die Samariterin ließ sich auf diese unmittelbare Begegnung mit Jesus ein. 

Er erklärte ihr, dass er IHR „lebendiges Wasser“ geben kann, von dem sie nie mehr durstig werden würde. Sie erkannte in seiner Zusage an ihre Person, dass sie wertvoll, geschätzt und ehrbar war, auch wenn sie sich selbst schämte, weil sie mehrere Männer hatte und dennoch nicht verheiratet war. Damals ein absolutes No-Go! 

Er nahm sich in brütender Hitze Zeit ihr zu erklären, wo und wie sie in Beziehung mit dem allmächtigen Gott kommen könne und wo sie ihn anbeten könne. Durch diese Herzensbeziehung erkannte sie Jesus Christus als ihren Retter. Denn er war ihr nahegekommen und hatte ihr Hoffnung und Leben geschenkt. Letztlich hat ER ihr zu trinken gegeben und damit war ihre Sehnsucht nach erfüllten hoffnungsvollen Beziehungen gestillt.


Single-sein Mitte 30 - Überlegungen und Anregungen zu dem Thema

Foto: Tatiana Syrikova auf Pexels
Foto: Tatiana Syrikova auf Pexels

Elvira Schiele* ist Mitte 30 und gibt uns Einblicke in ihre persönliche Lebenswelt.

 

In Österreich sind durchschnittlich etwa 17% Singlehaushalte registriert (ca. 1,48 Millionen Menschen!). 

  • Wie gehen christliche Kirchen und Gemeinden mit dieser Tatsache um?
  • Wie lebt sich das Singledasein als ChristIn in diesem Spannungsfeld?
  • Ist das Singlesein eher eine Not oder auch eine Berufung von Gott?

 

Für diesen Text hat die Autorin die Single Studie von Tobias Faix (et.al.) sowie einige andere Bücher verarbeitet (Artikel inkl. Literaturliste). Sie beleuchtet dabei lehrreiche, oft unbeachtete Blickwinkel des Gesundheitszustandes von Single-Frauen und Single-Männern. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund Isolation und Einsamkeit auch unter Menschen (z.B. in christlichen Gemeinden) anzusprechen. Und beschreibt anderseits wie ehrliche Freundschaften unser Leben bereichern und "retten" können. Im letzten Teil geht Elvia authentisch und sehr persönlich auf ihren Umgang mit der "magischen 30" (besonders als Frau?!) ein und illustriert ihren Weg mit wagemutigen Schritten für beispielsweise einen Neuanfang im Ausland.

 

Elvira schreibt: "Dieser Text ist keine Anleitung dafür, wie man einen Partner bzw. eine Partnerin findet, ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung erzählen und Gedanken und Vorstellungen weitergeben. Vielleicht ist jemandem damit geholfen."

 

Das glauben wir schon! Wir fanden den Artikel jedenfalls sehr wertvoll und hilfreich und sind dankbar, dass wir ihn euch exklusiv als PDF-Download für den Privatgebrauch zur Verfügung stellen dürfen!

 

*Name geändert.

Download
Klicke hier um den Artikel herunterzuladen (11 Seiten inkl. Cover).
NUR FÜR DEN EIGENGEBRAUCH! Der Artikel darf in keiner Form veröffentlicht werden!
Autorin ist Herzens-An-Gelegenheit bekannt und gab uns eine Exklusivgenehmigung!
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Wie findet man die Liebe seines Lebens? (Podcast)

Wie findet man die Liebe seines Lebens? Tabitha Bühne hat sie vor etwas mehr als fünf Jahren gefunden - auf eher ungewöhnliche Weise: Indem sie ein Buch las und dem Autor ein Feedback schrieb. Ein halbes Jahr später haben sie geheiratet, sie hat ihren Job gekündigt und ist zu ihm nach Indien gezogen.... Warum ihnen ein gnadenlos-ehrliches 2-Fragen-Spiel in der Datingphase geholfen hat, was ein falsches Beuteschema anrichten kann und warum wir oft nur wissen was wir wollen aber nicht was wir wirklich brauchen - darum geht es in der neuen Folge ihres Podcasts: "Bühne frei: Die Liebe des Lebens finden". Viel Spaß beim Reinhören!

 

Ihr findet den Podcast überall, wo es Podcasts gibt oder hier: https://tabithabuehne.de/podcast/medien-erf-podcast

 

Mit freundlicher Genehmigung von Tabitha Bühne!

Happy New Year 2021!!!

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. (Hermann Hesse)

 

Im letzten Jahr haben wir viele Anfänge neu erleben können….

 

Anfang einer Pandemie

 Anfang einer neuen Art der sozialen Interaktion und Isolation

 Anfang des Maskentragens….

 

ABER  wir durften auch viele schöne aufregende neue Anfänge kennenlernen, denen ein Zauber innewohnt.

 

Anfang Gott neu zu entdecken durch Online Gottesdienste, Online Hauskreise

 Anfang eines neuen „Datingportales“ – ZOOM

 Anfang mit neuen Freundschaften und Gemeinschaften bei Wanderungen oder dem Vortrag mit Martina, der Hoffnung und Freude schenkte

Anfang sich mit dem Thema Intimität und Sexualität  auseinanderzusetzen und im Gespräch mit Michael darüber  zu reflektieren

 Anfang in den sozialen Medien aktiver zu sein mit unserem Blog, Instagram Beiträgen, Videos von „Seize the Day“ und unserer „Adventreihe“.

 

Der Anfang in ein neues Jahr, welchem mit Sicherheit ein ganz neuer Zauber innewohnt. Ein Zauber neue Menschen und sich selbst immer besser kennenzulernen. Ein Zauber die Liebe zu treffen und der Zauber Gott immer näher zu sein und ihn umfassend in unserem Leben zu erfahren.

 

Wir freuen uns diesen Zauber gemeinsam mit euch zu erleben. Happy New Year!