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"Schlumpfine" und Georg - Liebe via Zoom Speeddating!

Ich heiße im Speeddating Schlumpfine ;) 

Ich bin von meiner Herkunftskultur her im Atheismus aufgewachsen und habe mit 24 Jahren das erste Mal überhaupt von Gott gehört. Danach kam eine sehr lange, suchende Reise bis Jesus mich vorbereitet hat, dass ich Ihm mein Leben ganz hingebe.

Eine Beziehung war immer mein Wunsch, aber in den ersten paar Jahren im Glauben waren viele Zweifel, Kämpfe und auch im Leben eine Phase wo ich vieles neu orientieren und aufbauen musste und wollte. 

Somit war das Beziehungsthema nicht meine Priorität, sondern ich hatte die Einstellung, dass Gott mir sozusagen einen „Briefträger“ zu meiner Haustür schicken würde - ja klar, Gott kann das sicher auch machen, aber letztendlich bin ich doch nicht der Typ, der so warten kann und nichts tut. 

Ab dem Jahr 2018 ist mir das Thema Beziehung und Familiengründung so präsent geworden, dass ich mir deswegen, zum Teil auch wegen meiner Herkunftsfamilie, ein riesen Stress gemacht habe. Seitdem bin ich aktiv und fleißig zu jeder Single Freizeit und jeder Art von christlicher Veranstaltung gefahren. Immer mit dem Hintergedanken im Kopf, ob jemand für mich da wäre, da es nicht so aussah, als gäbe es jemanden in meiner damaligen Gemeinde, der für mich passen würde.

Auch so hat Gott mich vorbereitet und einige Gedanken betreffen Partnersuche korrigiert. Ich durfte mich mit neuen Perspektiven einpacken und mich selbst ändern, die Wunschliste für meinen Partner wurde kürzer und kürzer. 

Ich merkte, Gott hat in dieser Zeit in mir gearbeitet, dass ich mich selbst intensiv reflektieren konnte und dass ich mehr und mehr das Thema bei Jesus abgeben konnte und nicht mehr an meiner Wunschlist festhalte, die eigentlich sowieso in vielen Punkten nicht richtig für mich war. 

 

Das Jahr 2020 war so besonders! Ich war, wie oben erwähnt, aktiv beim Suchen und habe am Anfang des Jahres meinen Urlaub für das ganze Jahr schon eingeplant und hatte vor, dass ich zu jeder Single Freizeit in meinem Alter, die ich damals kannte, fahre. 

 

Zack - Corona.

Zack - fast alle Türen zu.

Frust, Enttäuschung... 

Ich konnte nirgendwo hinfahren. Wie treffe ich sonst Leute?

 

Gott hat mir aber gezeigt:

  1. Ich brauche nicht immer vor Ihm laufen - ich habe mich zurück zu Gott gedreht und intensiv Zeit mit Ihm verbracht, sodass der Fokus nicht mehr mein zukünftiger Partner war, sondern Gott selbst!
  2. Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich - das habe ich ja doch schon so viele Male in den früheren Jahren erlebt, warum vergesse ich so schnell?!
  3. Der Mensch denkt, Gott lenkt!

Herzens-An-Gelegenheit kenne ich ja und Verena auch, trotzdem wusste ich nicht, was ich generell von online Angeboten halten sollte, aber ich habe gedacht, es ist nur eine Stunde, man hat nicht wirklich was zu verlieren. Da das ganze mit Corona und die suchende Zeit seit 2018 so frustrierend war, konnte ich einfach nicht mehr viel erwarten. Bis Georg auf dem Bildschirm aufgetaucht ist und auch da dachte ich zuerst, dass er kein Interesse hatte. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren und habe nach der Runde trotzdem "ja" geschrieben.

Später erfuhr ich, dass ich vorher schon zwei seiner Schwestern gekannt hatte. Das war doch ein nettes Gefühl, als wenn ich irgendwie schon einen Bezug zu dieser Person hatte. 

 

Für weitere Details lies bitte die Version von Georgs Geschichte :)

Ich heiße Georg und bin in einer katholischen Familie in Niederösterreich aufgewachsen. In der Jugend war der Glaube an Gott zwar immer da aber irgendwie konnte ich trotzdem nicht so viel damit anfangen. Später, ich war wohl 19 Jahre alt, hat Gott mich dann dort abgeholt, wo ich war und seitdem darf ich mein Leben mit ihm leben.

Ab da war dann auch immer die Frage in meinem Herzen, ob ich Priester werden soll.

Obwohl ich auch gerne heiraten und eine Familie gründen wollte, konnte ich mich doch nicht dafür entscheiden, da ich, wenn Gott mich auf besondere Weise ganz für sich haben will, dem auch nicht davon laufen wollte. So vergingen dann ca. 10 Jahre und wirklich weiter bin ich bei der Frage noch immer nicht gekommen.

 

Anfang 2019 habe ich dann auch begonnen eine Pompejsche Novene zu beten und in dieser Zeit ergab sich auch die Möglichkeit an Exerzitien bei der SJM teilzunehmen. Leider konnte ich wegen der Arbeit nur die halbe Woche dabei sein aber Gott reicht auch diese Zeit. Bei diesen Exerzitien habe ich am letzten Nachmitttag wo ich dort war, auch eine Lebensbeichte abgelegt, also meine ganze Vergangenheit, alle meine Sünden, Fehler und Versagen, ganz Gott hingegeben und an diesem Nachmittag, während die anderen Teilnehmer noch gemeinsam bei den Exerzitien weiter gemacht haben, war ich alleine in der Kapelle und habe gebetet.

Und dort hatte ich auch so einen Frieden, dass ich mich ganz frei für Ehe und Familie entscheiden konnte. Wenn Gotte es anders möchte dann gerne, aber dass ich ab jetzt, mit seiner Hilfe, mehr in diese Richtung versuche weiter zu gehen.

 

Nicht viel später schrieb mir meine Schwester. Eine Freundin von ihr hat eine kleine Organisation die sich Herzens-An-Gelegenheit nennt und die versucht, überkonfessionell Christen miteinander zu… verkuppeln. Herzens-An-Gelegenheit  bietet auch immer wieder Speeddatings an und für das nächste hat mich meine Schwester eingeladen es zu probieren. 

 

Dank Corona war es das erste Mal online. Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte, da es aber online war und ich somit auch nicht wirklich einen Aufwand hatte und somit auch nichts verlieren konnte wenn ich teilnehme, habe ich mich angemeldet. 

Zu Beginn des Speeddatings waren wir alle gemeinsam in einem Zoom-Meeting und irgendwie ist mir diese eine Frau da schon ein bisschen ins Auge gesprungen und ich war auch erleichtert, dass auch junge und hübsche Frauen teilnahmen.

Nach dem Speeddating bekam man dann auch bald die Kontaktdaten von jenen zugeschickt, wo beide Seiten sich gerne näher kennen lernen möchten und da diese eine Frau auch mich gerne näher kennen lernen wollte bekamen wir die E-Mail-Adressen voneinander zugeschickt.

 

Nach einigen E-Mails haben wir dann auch die Telefonnummern ausgetauscht und uns bald auch in der Wachau getroffen. Dieser Nachmittag und Abend waren sehr schön und die Zeit verging sehr schnell und als wir uns verabschiedeten war es bereits dunkel.

Obwohl wir uns gut verstanden wussten wir trotzdem nicht, ob wir uns weiter treffen sollten da sie von der Freikirche ist und ich Katholik bin. Wir haben natürlich auch viel um Klarheit und Einsicht gebetet und darum, dass nicht unser, sondern Gottes Wille geschehen solle. 

 

Trotz der Schwierigkeiten, die die unterschiedlichen Konfessionen mit sich bringen, hatten wir aber dennoch Frieden und somit gab es bald ein paar weitere Treffen und bald begannen wir dann auch eine Beziehung. Eine schöne Zeit mit vielen Schmetterlingen im Bauch aber trotzdem auch immer noch Gedanken, ob das überhaupt funktionieren kann. Bald kam auch der Tag, als ich sie wieder einmal besuchte, wo sie auch einen Anruf von einer Freundin erhielt, die ihr stark davon abriet.

 

Da wir beide wussten, dass wir dadurch, dass wir sehr verliebt waren und uns schon lange eine Beziehung gewünscht hatten, evtl. überhören könnten, was Gott uns sagen wollte bzw. wir einfach gar nicht hinhören wollten weil alles ja so schön ist, beschlossen wir, uns für 54 Tage nicht zu sehen und nicht mit einander zu kommunizieren außer bei unserem wöchentlichen online Bibelkreis, bei dem wir damals waren. 

 

Diese Zeit haben wir dann beide für intensives Gebet verwendet, dass Gott uns zeigen möge, was sein Wille ist und dass wir die Beziehung eben nicht weiterführen, nur, weil uns das momentan so gut gefällt. So vergingen die Wochen aber unser Gefühle für einander blieben auch ohne direkten Kontakt zu einander und auch sonst haben wir nicht gesehen, dass Gott uns von dieser Beziehung abbringen wollte.

 

Nach Ablauf dieser segensreichen Zeit haben wir uns dann wieder getroffen und vorsichtig an unserer Beziehung weiter gebaut. 

Einige Monate später haben wir dann auch bereits an einem Ehevorbereitungs-Kurs von Schönstatt teilgenommen wo wir auch wieder hilfreiche Tipps für unsere Beziehung lernen durften und wieder etwas später haben wir uns dann auch verlobt und drei Monate danach hat uns Gott das große Geschenk gemacht, dass wir einander finden und heiraten durften.

 

Gott ist gut! Manchmal muss man etwas warten aber das Warten ist es wert, wenn nur sein Wille sich erfüllt.

Soll man also bei einem Speeddating mitmachen? Nur wenn man keine Angst hat, dass es auch wirklich funktioniert. ;)

Unser HAG-Gruß: Danke für eure authentische, ehrliche Geschichte und die Hintergrunderzählungen. Wir sind Gott sehr dankbar, dass IHR euch gefunden habt und feiern EUCH und IHN! Gelobt sei Jesus Christus!